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Am Samstag 8. Mai 2021, 10:00 Uhr am OdF-Mahnmal Apolda: Gedenken der Opfer ... mehr anzeigenweniger anzeigen

DIE MÄRZGEFALLENEN VON 1920 SIND NICHT VERGESSEN!

Der Kapp-Lüttwitz-Putsch vom 13. März bis 17. März 1920, war ein Umsturzversuch der radikalen Rechten und scheiterte durch den von Gewerkschaften organisierten Generalstreik. Bei den Kämpfen bzw. den unmittelbar anschließenden, Repressionsmaßnahmen, kamen etwa 250 Menschen in Thüringen um.
In Weimar begann der Generalstreik am 15. März 1920. Vormittag fand eine Versammlung im Volkshaus statt. Weil der Saal voll war, standen Viele noch auf der Straße. Die angerückten Naumburger Jäger hatten der Befehl die Straße zu räumen und setzten gegen die unbewaffneten Menschen Schusswaffen ein. Es starben Anna Braun, Walter Hoffmann, Franz Pawelski, Paul Schander, Adolf Schelle, Karl Schorn, Karl Merkel, Ernst Müller und Kurt Krassa, 35 Arbeiter wurden zum Teil schwer verletzt. Am 18. März 1920 fand die Beerdigung der Gefallenen unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt.
Im Auftrag der Gewerkschaftskartells hatte Walter Gropius ein „Denkmal der Märzgefallenen“ auf den historischen Friedhof entworfen und dieses wurde am 1. Mai 1922 enthüllt. Dieses Denkmal passte den Nazi nicht und deshalb wurde es im Februar 1936 gesprengt. Ein Jahr nach dem Krieg, wurde das Denkmal rekonstruiert und am 11. April 1946 wurde dort der erste Jahrestag der Befreiung des KZ Buchenwald begangen.

Eine Gedenktafel mit Namen der Gefallenen befindet sich auf dem denkmalgeschütztem Volkshauses, welches heute wegen Baufälligkeit gesperrt ist.
Wie jedes Jahr, haben auch dieses Jahr die Vertreter des DGB-Kreisverbandes, DIE LINKE und der VVN-BdA e.V. aus Weimar und dem Weimarer Land am Sonntag, dem 14. März um 10 Uhr auf dem Hauptfriedhof Weimar, am ,,Denkmal der Märzgefallenen 1920“ der Ermordeten gedacht und auch an der Gedenktafel am Volkshaus wurden Blumen niedergelegt.

Die Worte von Bertolt Brecht wenig später sind uns Mahnung: „So was hätte einmal fast die Welt regiert! Die Völker wurden seiner Herr, jedoch dass keiner uns zu früh da triumphiert - Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch“.
So gibt es auch heute berechtigte Befürchtungen, dass sich die Geschichte von 1933 wiederholt. Prof. Volkhard Knigge schrieb zum 100. Jahrestag der Weimarer Reichsverfassung, dass die rechtskonservative Elite der Weimarer Republik dachte, man könnte diesen „Hitler“ zum Aufräumen benutzen gegen die Gewerkschaften und die Arbeiterbewegung (was ja schief ging) und seine Schlussfolgerung: „Und mich erinnert vieles von dem was derzeit in der AfD passiert stark an diese Geschichte“!
Ziehen wir die daraus die Lehren, denn wer die Geschichte nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten!
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