über uns

Unser Verein stellt sich vor

(natürlich nur ein kleinerer Teil unserer Mitgliedschaft)

Der Verein

Prager-Haus Apolda e.V.

Ritterstraße 19

99510 Apolda

Kontoverbindung:

DE49 820 510 000 100 134 777

HELADEF1WEM

info@prager-haus-apolda.de

https://www.prager-haus-apolda.de

Gründung

Am 26. Januar 2007 gründeten 31 Personen aus Apolda und Umgebung den „Prager-Haus-Apolda e.V.“. Am 31. Dezember 2017 war er auf 87 Mitglieder angewachsen. Der Vorstand besteht aus:

Vorsitzende: Marion Schneider, Auerstedt

Schatzmeisterin: Ingrid Kunze, Apolda

künftige Schatzmeisterin: Stefanie Bela, Bad Sulza

Vereinskommunikatorin: Renate Rost, Apolda

Protokollantin: Sigrid Franz, Weimar

Geschäftsführer: Peter Franz, Weimar

Die Vereinsgeschichte

Seit 2007 ist die thüringische Mittelstadt Apolda – gewöhnlich als „Glockenstadt“ und ehemaliges Zentrum der Textilindustrie bekannt – zu einem Ort geworden, in dem sich engagierte Geschichtsforscher um die Rekonstruktion der Erinnerung an die jüdischen Einwohner ihrer Stadt bemühen. Anlass war das fragile Vorhandensein des ehemaligen Geschäftshauses eines kleinen jüdischen Fellhändlers, der es in Apolda sogar zur Ehre eines Straßennamens gebracht hat: der Bernhard-Prager-Gasse. Seit Mitte der 1990er Jahre stand dieses Haus leer, das 1925 erbaut worden war, als Geschäftshaus genutzt wurde, von 1940 bis 1942 zwangsweise als sogenanntes Judenhaus von der Prager-Familie verwendet wurde, deren Mitglieder im Holocaust ermordet worden sind. Gegen Kriegsende und in der Zeit der DDR wurde es als Wohnhaus für Evakuierte und Flüchtlinge aus den ehemaligen Ostgebieten genutzt. Als die letzten Mieter ausgezogen waren, rückten die Bagger an, um die Häuser links und rechts davon abzureißen. Jetzt stand dieses Haus, einst fest eingefügt in eine durchgehende Straßenzeile, einsam da und sandte die Botschaft aus: Wenn ihr mich nicht bewahrt, werde ich nicht mehr lange hier stehen. Bald machte ein erster tiefer Riss in der Fassade die Dramatik der Situation sichtbar. Es war höchste Zeit zu handeln, denn der Wegfall der Gaststätte „Deutsches Haus“ linkerhand hatte dazu geführt, dass die linksseitige Giebelwand bedrohliche Senkungserscheinungen aufwies.

Dieses Szenario wurde einigen Mitgliedern der „Geschichtswerkstatt Weimar-Apolda“ zum Anlass, die Apoldaer Öffentlichkeit aufmerksam zu machen und auf Abhilfe zu sinnen. Schließlich war noch in den letzten Jahren der DDR eine Gedenktafel an diesem Handelshaus angebracht worden, die an das Schicksal von Bernhard Pragers Familie erinnert. Unter dem Davidstern mahnt die Tafel „VERGESST SIE NIE!“

Am 26. Januar 2007, am Abend vor dem Holocaust-Gedenktag, versammelten sich über 50 Frauen und Männer im Stadthaus, um sich über eine Möglichkeit der Rettung des Prager-Hauses zu verständigen. Der Kustos der Gedenkstätte Buchenwald, Dr. Harry Stein, hatte einen kurzen Einblick in die Situation der jüdischen Menschen unter dem Nazi-Regime gegeben. Käthe Raphael, eine betagte Überlebende der Shoa, deren Vater in Auschwitz ermordet wurde, berichtete mit ergreifenden Worten vom Schicksal der jüdischen Kinder, die im Versteck überleben konnten. Anschließend trugen sich 31 Personen in eine Liste als Mitglieder des Apoldaer „Prager-Haus-Vereins“ ein. Als dessen Hauptziel nennt das Vereins-Statut, dieses Haus zum Ort des Lernens, der Erinnerung und Begegnung auszugestalten.

Seither mühten sich die Vereinsmitglieder, für ihr Ziel neue Interessenten und Mitstreiter zu gewinnen und zugleich die schon seit Mitte der 1980er Jahre erschlossene jüdische Geschichte der Stadt weiter zu erhellen und den Menschen nahe zu bringen. Diese Arbeit setzte zahlreiche Menschen aus der Stadt und ihrer Umgebung in Bewegung, um das Vorhaben voran zu bringen.

Die höchste Hürde war die Notwendigkeit, Eigentümer des Hauses zu werden, denn die damaligen Stadtvertreter sahen sich nicht dazu in der Lage. So wurde durch die großzügige Spende einer Unternehmerin der Grundstock gelegt, sodass der Verein ins Grundbuch eingetragen werden konnte. Allein diesen Kaufvertrag rechtsgültig abzuschließen, dauerte zwei Jahre (!) nervenaufreibenden Kampf – denn die „Bruchbude“, wie manche Apoldaer das Haus nennen – stand zur Hälfte im Eigentum der Bundesrepublik und zur anderen Hälfte im Eigentum einer spanischen Erbengemeinschaft. Da sich die Bundesbehörde nicht in der Lage sah, diesen Kaufvertrag in spanischer Sprache rechtsgültig abzufassen, war für den Verein neben der Geldbeschaffung die Vorbereitung des spanischen Vertragstextes die nächste große Aufgabe. Im Frühjahr 2009 konnte der Vereinsvorstand den Vertrag endlich notariell besiegeln lassen.

Danach begann die Suche nach Sponsoren. Hilfsbereite Architekten erstellten kostenlos erste Zeichnungen. Anfragen, Briefe und Gespräche mit Parteien, Organisationen und staatlichen Stellen zogen sich über Monate hin. Das betrübliche Ergebnis aber blieb: Weder Parteien noch Stadt, Land oder Bund sahen sich in der Lage, das Bauprojekt grundsätzlich zu fördern. Allerdings stellte das Thüringer Kultusministerium eine großzügige Förderung für die weitere Forschungsarbeit der Geschichtswerkstatt Weimar-Apolda zu Verfügung, die inzwischen eine Arbeitsgruppe innerhalb des Vereins geworden war. Biografien jüdischer Personen in Apolda und Umgebung konnten recherchiert und veröffentlicht werden. Auch ein Standardwerk zu jüdischen Familien ist inzwischen erschienen. Insgesamt sind seit 1999 bislang 35 Veröffentlichungen in den Reihen „gesucht“ und „gefunden“ erschienen, seit 2015 auch zehn Hefte für Heranwachsende in der Reihe der „Apoldaer Judengeschichten“. Buchlesungen und Konzerte mit jüdischen Musikern sowie das regelmäßige öffentliche Gedenken an die Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 gehören zum festen Programm der Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2008 wurden im Stadtgebiet 70  Stolpersteine durch den Aktionskünstler Gunter Demnig gelegt – die meisten davon jüdischen Opfern der Shoa. Auch mehrere Projektarbeiten von Schülern des Gymnasiums wurden von einem Archivforscher und einem Regionalhistoriker des Vereins unterstützt und begleitet, wobei die Arbeiten sogar in kleinen Veröffentlichungen gedruckt werden konnten. Als 2015 eine dreiköpfige Vereins-Delegation nach Israel reiste, war das Ziel nicht nur die Präsentation eines Buches, das ein Überlebender der Shoa in Haifa mit unserer Hilfe geschrieben hat, sondern auch ein Besuch der Gedenkstätte Yad Vashem von Jerusalem, der wir einen vollständigen Satz unserer Veröffentlichungen für die Gedenkstätten-Bibliothek zur Verfügung stellten.

Mittlerweile hatte der Verein begonnen, in kleinen Schritten die Sanierung des Hauses voranzutreiben. Wir konnten Stiftungen, Firmen und den Evangelischen Kirchenkreis dafür gewinnen, mit beachtlichen Beträgen unsere Bauvorhaben zu unterstützen. Neben diesen finanziellen Hilfen waren es vor allem die Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst, die Schritt für Schritt die Sanierungsarbeiten voranbrachten – angeleitet durch den kunstsinnigen und geschichtsbewussten Architekten Hellmar Schultz. Die Stadt und besonders Bürgermeister Rüdiger Eisenbrand halfen durch die Bereitstellung von Containern zur Schuttabfuhr. Mit Hilfe eines Landesprogramms zur Gebäudesicherung und durch die begleitende Förderung durch die Stadt Apolda konnte ein erster Bauabschnitt abgeschlossen werden, der die Neudeckung der Dächer der Nebengebäude beinhaltete. Inzwischen ist auch der zweite Bauabschnitt vollendet – ebenfalls mit Förderung durch das Gebäudesicherungsprogramm- , der die statische Sicherung der Giebelwand und die Dachneudeckung des Prager-Hauses umfasst.

Das schönste Ereignis freilich war zwischendurch die Einweihung von „Pragers Hof“ anlässlich des 127. Geburtstages des Fellhändlers. In einem Vereinsraum, der aus Pragers Fell-Küche entstanden war und der nun durch eine Glas-Faltwand zum Hofraum geöffnet werden kann, erfreuten sich zahlreiche Besucher an einer Aufführung des Juchhee-Theaters mit dem Stück „Der König und sein Narr“. Anlässlich des „2. Treff bei Pragers“ besuchte der „Yiddish Summer Weimar“ die neue Begegnungsstätte mit einem Klezmer-Konzert. Diese Kooperation wird auch in den folgenden Jahren fortgeführt in Zusammenarbeit mit dem Yiddish Summer Weimar. Die neu entstandene intime Veranstaltungsstätte „Pragers Hof“ wird in Abständen Musikern, Dichtern und anderen Kulturarbeitern  Gelegenheit zum Zusammentreffen mit Interessierten an jüdischem Leben geben. Damit ist nicht nur Apolda, sondern Thüringen mit einer Stätte der Erinnerung an jüdisches Leben bereichert geworden. Die Eröffnung des Gesamtobjekts ist 2018 erfolgt.

Unsere Satzung

§1 Name, Sitz und Geschäftsjahr

  1. Der Name des Vereins ist Prager-Haus Apolda e.V.. Nach Eintragung in das Vereinsregister führt er den Namen Prager-Haus Apolda e.V.
  2. Der Verein hat seinen Sitz in Apolda und ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Apolda mit Nummer 417 eingetragen.
  3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§2 Zweck und Aufgaben

    1. Der Verein verfolgt den Zweck, das Wohnhaus der jüdischen Familie Prager in Apolda als Gedenk- und Erinnerungsort an die Verfolgung und Ermordung der jüdischen EinwohnerInnen der Stadt zu erhalten. Er widmet sich der Aufklärung über die Wurzeln und das Auftreten des Antisemitismus in der Region und dokumentiert die Verfolgung und Ermordung der jüdischen Bevölkerung während der Jahre des Nationalsozialismus. Darüber hinaus fördert er die Erforschung und Verbreitung der Kultur- und Sozialgeschichte des Alltags in der Region Weimar-Apolda, insbesondere die Geschichte sozialer, religiöser und politischer Minderheiten. Das Prager-Haus in Apolda soll Anlauf- und Begegnungsort werden.
    1. Der Vereinszweck soll unter anderem erreicht werden durch:
      • Sammlung und Dokumentation von Fakten und Materialien,
      • Interviews mit Zeit Zeuginnen,
      • Ausstellungen zu kultur- und alltagsgeschichtlichen Themen,
      • Mitarbeit bei der Erstellung von pädagogischen Materialien,
      • Wanderausstellungen und Publikationen,
      • Wanderausstellung zur Geschichte der Weimarer und Apoldaer Jüdinnen und Juden, ihrer Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung,
      • öffentliche Veranstaltungen, wie Vorträge, Lesungen o ä.,
      • Exkursionen und Stadtführungen,
      • Förderung und personelle Unterstützung von Projekten, die dem Vereinszweck dienen
  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Die Organe des Vereins arbeiten in der Regel ehrenamtlich und können für ihre Tätigkeit eine Aufwandsentschädigung erhalten. Bei Bedarf können Vereinsämter im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten entgeltlich auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26 a EStG ausgeübt werden. Die Entscheidung über eine entgeltliche Vereinstätigkeit trifft der Vorstand. Gleiches gilt für die Vertragsinhalte und -bedingungen.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen aus den Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§3 Mitgliedschaft

  1. Ordentliches Mitglied des Vereins können alle natürlichen und juristischen Personen des öffentlichen und privaten Rechts sein, welche die Ziele des Vereins bejahen und unterstützen.
  2. Der Antrag, als Mitglied des Vereins aufgenommen zu werden, ist schriftlich an den Vorstand zu richten. Die Mitgliedschaft wird durch Beschluss des Vorstandes erworben.
  3. Mit der Mitgliedschaft ist die Verpflichtung zur Zahlung eines Jahresbeitrages – er ist erstmals fällig mit dem Beitritt für das jeweils laufende Geschäftsjahr – verbunden. Die Festlegung eines Jahresbeitrages ist jedem Mitglied aufgrund seiner Einkommensverhältnisse freigestellt, er beträgt mindestens 20 Euro und kann für SchülerInnen und Studierende sowie Mitglieder ohne eigenes Einkommen auf Antrag auf 10 Euro vermindert werden. Änderungen des Mindestbeitrages bedürfen der Zustimmung der Mitgliederversammlung.
  4. Natürliche oder juristische Personen können durch einmalige oder regelmäßige Zuwendungen Fördermitglieder werden. Sie haben das Recht, an ordentlichen Mitgliederversammlungen teilzunehmen, aber sie haben kein Stimmrecht. Allerdings haben Fördermitglieder gemäß § 37 BGB Minderheitsrechte.
  5. Der Verein ist berechtigt, Ehrenmitgliedschaften auszusprechen. Ehrenmitglieder behalten die vollen Rechte eines Mitglieds, sind jedoch von der Zahlung des Jahresbeitrages befreit.
  6. Die Mitgliedschaft endet
  • durch den Tod der natürlichen und Auflösung der juristischen Person,
  • durch schriftliche Austrittserklärung spätestens bis zum 30.9. eines Geschäftsjahres zum Jahresende,
  • durch Ausschluss.

Der Ausschluss erfolgt durch die Mitgliederversammlung, wenn ein wichtiger Grund wie die Zuwiderhandlung gegen die Vereinsziele vorliegt. Er kann ferner bei Nichtzahlung des Jahresbeitrages trotz zweimaliger Aufforderung nach Ablauf des Geschäftsjahres erfolgen.

Vor dem Ausschluss ist dem Mitglied Gelegenheit zur Äußerung zu geben. Dem betreffenden Mitglied steht innerhalb eines Monats nach Zugang der Nachricht über den Ausschluss die Möglichkeit der Beschwerde zu, über die die nächstfolgende Mitgliederversammlung zu entscheiden hat.

§4 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

a) die Mitgliederversammlung,

b) der Vorstand.

§5 Mitgliederversammlung

  1. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert. Sie ist von der/dem Vorsitzenden des Vorstandes, von der/dem stellvertretenden Vorsitzenden oder von dem/der GeschäftsführerIn einzuberufen und wird von ihm/ihr geleitet. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein von der/dem Vorsitzenden oder von der/dem stellvertretenden Vorsitzenden und der schriftführenden Person zu unterzeichnendes Protokoll zu erstellen.
  2. Die jährliche ordentliche Mitgliederversammlung soll jeweils innerhalb der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres stattfinden.
  3. Der Vorstand kann jederzeit und muss auf Verlangen von mindestens 30% der Mitglieder eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen.
  4. Die Einladung zur Mitgliederversammlung hat unter Angabe der Tagesordnung schriftlich mit einer Frist von vierzehn Tagen – der Tag der Absendung der Einladung und der Tag der Versammlung werden nicht mitgerechnet – zu erfolgen.
  5. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der Erschienenen beschlussfähig.
  6. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist das oberste Organ und ist zuständig für
    • die Verwendung der Mittel,
    • die Änderung der Satzung und der Diskussion darüber,
    • den Beschluss einer Wahlordnung,
    • die Wahl des Vorstandes,
    • die Wahl von zwei RechnungsprüferInnen,
    • die Entgegennahme des Jahresberichtes und der Jahresabrechnung,
    • die Entlastung des Vorstandes,
    • den Ausschluss aus dem Verein,
    • die Auflösung des Vereins,
  7. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung werden mit einfacher Mehrheit in offener Abstimmung gefasst, soweit es sich nicht aus der Satzung oder aus dem Gesetz anderes ergibt.
  8. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der/des Vorsitzenden den Ausschlag.
  9. Verlangt ein Mitglied bei der Wahl des neuen Vorstandes eine geheime Abstimmung, so muss geheime Wahl durchgeführt werden.
  10. Im Übrigen sind Abstimmungen geheim durchzuführen, wenn die Mehrheit der anwesenden Mitglieder dies verlangt.
  11. Für die Beschlussfassung über eine Änderung der Satzung des Vereins ist die Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Ergibt sich bei der Abstimmung nur eine einfache Stimmenmehrheit, dann ist der Vorstand befugt, eine erneute Beschlussfassung in einer zweiten Mitgliederversammlung herbeizuführen. Wird der Antrag in einer zweiten Mitgliederversammlung wiederum mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen angenommen, so wird er damit zum rechtsgültigen Beschluss erhoben. Die Einladung zur zweiten Mitgliederversammlung muss den Hinweis enthalten, dass über den Antrag nunmehr in der zweiten Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen dieser Beschluss gefasst werden kann.

§6 Vorstand

Der Vorstand besteht aus vier bis zu sechs Mitgliedern,

– der/demVorsitzenden,

– der/dem stellvertretenden Vorsitzenden,

– der/dem SchatzmeisterIn,

– der/dem GeschäftsführerIn,

– und bei Bedarf aus Personen mit weiteren festzulegenden Verantwortlichkeiten.

Alle Funktionen werden nach der Wahl im Vorstand festgelegt, sofern es die Wahlordnung oder die Mitgliederversammlung nicht anders bestimmen.

  1. Zur Vertretung des Vereins gem. § 26 BGB sind jeweils die/der Vorsitzende und die/der stellvertretende Vorsitzende und die/der GeschäftsführerIn einzeln berechtigt.
  2. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich. Wenn nach Ablauf der Amtszeit kein neuer Vorstand gewählt werden konnte, verlängert sich die Amtszeit des Vorstandes bis zur Wahl eines neuen Vorstandes. Bei Wegfall eines Vorstandsmitglieds erfolgt Nachwahl in der nächsten Mitgliederversammlung.
  3. Die Sitzungen des Vorstandes werden von der/dem Vorsitzenden oder im Verhinderungsfall von der/dem stellvertretenden Vorsitzenden oder der/dem GeschäftsführerIn einberufen und geleitet. Der Vorstand ist bei Anwesenheit von mindestens drei Mitgliedern, von denen eines die/der Vorsitzende oder die/der GeschäftsführerIn sein muss, beschlussfähig. Bei Stimmengleichheit entscheidet die/der jeweilige LeiterIn der Vorstandssitzung.

Über die Beschlüsse des Vorstandes ist ein Protokoll zu führen.

§7 Auflösung

Der Beschluss über die Auflösung des Vereins kann nur auf Antrag des Vorstandes in einer zu diesem Zweck eigens einberufenen Mitgliederversammlung gefasst werden. Für die Beschlussfassung über eine Auflösung des Vereins ist die Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. In der Einladung zur Mitgliederversammlung ist hierauf besonders hinzuweisen.

§8

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder durch Wegfall seines bisherigen bzw. steuerbegünstigten Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an die Gedenkstelle Buchenwald, die es unmittelbar und ausschließlich zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden hat.

§9

Die Satzung ist am 26.01.2007 errichtet und wurde mit einigen Änderungen von der ordentlichen Mitgliederversammlung am 5. November 2015 geändert und dem Amtsgericht von Apolda eingereicht. Nach einer Aufforderung des Amtsgerichts vom 27.01.2016, einige Punkte zu ergänzen, beschloss die ordentliche Mitgliederversammlung vom 03.03.2016 die Satzung in der vorliegenden Form. Die Ordentliche Mitgliederversammlung vom 02.03.2017 änderte im §3-Absatz 3 die Angabe des Mitgliedsbeitrages 20 Euro, ermäßigt für 10 Euro jährlich. Die Ordentliche Mitgliederversammlung vom 01.03.2018 änderte §2/Abs.3 sowie §8 entsprechend der neuen gesetzlichen Bestimmungen.

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